WAS IST KARATE

Gichin Funakoshi

 

 

"Das höchste Ziel im Karate-Do ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Vervollkommnung des menschlichen Charakters"

KARATE ist eine traditionelle ostasiatische Kampfkunst, die sich unter chinesischen Einflüssen auf der japanischen Insel Okinawa entwickelte. Wörtlich übersetzt bedeutet Karate – auch Karate-Do genannt: „Der Weg der leeren Hand“. Karate ist also eine waffenlose Kampfkunst, die jederzeit effektiv zur Selbstverteidigung eingesetzt werden kann.

Es werden viele verschiedene Fußtritte, Faust- und Handkantenschläge sowie Finger-, Unterarm-, und Ellenbogenstöße aber auch effektive Abwehrtechniken geübt. In Training und Wettkampf werden alle Angriffe vor dem Auftreffen abgestoppt. Voraussetzung dafür ist Selbstdisziplin, Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Partner und natürlich eine gute Körperbeherrschung, die durch häufige Wiederholungen verbessert wird. Karate vereinigt somit die Schulung von Körper und Geist. Die Gesundheit, die Achtung des sportlichen Gegners und die Entwicklung der Persönlichkeit stehen hier im Mittelpunkt.

Bretter oder Ziegelsteine werden bei uns grundsätzlich nicht zerschlagen.

Das Karate-Training besteht hauptsächlich aus drei verschiedenen Schwerpunkten:

  • Kihon (Grundschule)
    In der Grundschule werden die einzelnen Techniken unter den Aspekten sicherer Stand, korrekte Ausführung, Atmung und Treffsicherheit geübt.
  • Kata (stilisierte Form des Kampfes)
    Eine Kata ist eine genau festgelegte Abfolge von Bewegungskombinationen aus Angriff und Verteidigung, die in einem vorgegebenen Kampfrhythmus vorgeführt wird. Es wird dabei gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner gekämpft. Sie ist die älteste Trainingsform des Karates.
  • Kumite (Partnerübung / Freikampf)
    Im Kumite lernt der Karateka die Anwendung der grundschulmäßig geübten Techniken am Partner ohne Trefferwirkung. Je nach Leistungsstand des Karatekas erfolgt das Kumite entweder stark strukturiert, das heißt mit vorgegebener Angriffs- und Abwehrtechnik, oder als Freikampf.

Neben der Förderung der geistigen und körperlichen Fitness (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination, Flexibilität und Konzentration) dient Karate der Selbstverteidigung und ist auch ein Wettkampfsport. Auf Grund dieser Vielfältigkeit ist Karate eine Sportart, die in jedem Lebensalter ausgeübt werden kann. Gerade die Verbesserung von Konzentration und Koordination kann für Kinder und Jugendliche wichtig sein, für Senioren die Erhaltung von körperlicher und geistiger Beweglichkeit.

Gerne können Sie sich in einem kostenlosten Probetraining selbst ein Bild von unserem Karate-Training machen.

In unserem Verein wird die Stilrichtung ‚Shotokan‘ mit Schwerpunkt Breitensport trainiert.

Wir sind Mitglied im Deutschen Karateverband (DKV) und dem Karateverband Baden-Württemberg (KVBW)

 

Die 20 Regeln des Gichin Funakoshi

  1. Karate Do beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
  2. Im Karate gibt es keinen ersten Angriff.
  3. Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
  4. Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
  5. Die Kunst des Geistes kommt vor der Kunst der Technik.
  6. Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn dann.
  7. Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
  8. Denke nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
  9. Karate üben heißt, ein Leben lang arbeiten. Darin gibt es keine Grenzen.
  10. Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du geistige Reife erlangen.
  11. Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht ständig warm hältst.
  12. Denke nicht an das Gewinnen, doch denke darüber nach, wie man nicht verliert.
  13. Wandle dich abhängig vom Gegner.
  14. Der Kampf hängt von der Handhabung des Treffens und des Nicht-Treffens ab.
  15. Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
  16. Wenn man das Tor zur Jugend verlässt, hat man viele Gegner.
  17. Die Haltung des Anfängers muss frei sein von eigenen Urteilen, damit er später ein natürliches Verständnis gewinnt.
  18. Die Kata darf nicht verändert werden, im Kampf jedoch gilt das Gegenteil.
  19. Hart und weich, Spannung und Entspannung, langsam und schnell, alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
  20. Denke immer nach, und versuche dich ständig an Neuem.